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Wayne Goodchild
Wayne Goodchild Senior Editor
Faktencheck von: June Kopos
Aktualisiert: September 10, 2026
Valve entfernt NSFW-Kennzeichnungen aus Steam
Devs have also noted that NSFW can't be added to a game after initial review.
  • Valve hat das allgemeine „NSFW“-Tag bei Steam zugunsten spezifischerer Inhaltsbeschreibungen abgeschafft
  • Mit dem Update wurden auch Tags wie „Meisterwerk“ und „Gut geschrieben“ entfernt
  • Neue Tags wie „Bullet Heaven“, „Decorating“ und „Desktop Companion“ wurden hinzugefügt

Valve hat das Tagging-System von Steam aktualisiert, indem es das weit gefasste NSFW-Tag der Plattform entfernt und durch spezifischere Beschreibungen ersetzt hat, die die Suche nach Spielen und die Filterung von Inhalten verbessern sollen. Das Unternehmen erklärte, die Änderungen sollen den Nutzern helfen, die Art der in einem Spiel enthaltenen Inhalte besser zu erkennen und gleichzeitig die Genauigkeit der Empfehlungen im gesamten Store zu verbessern. 

Die Abschaffung des NSFW-Tags ist Teil einer umfassenderen Überarbeitung der offiziellen Kategorien von Steam. Valve hat 17 neue Tags hinzugefügt, die Genres, Themen und Spielstile abdecken, und gleichzeitig 28 ältere oder weniger aussagekräftige Bezeichnungen entfernt. Zu den Neuzugängen gehören „Bullet Heaven“, „Cleaning“, „Organizing“ und „Decorating“ sowie thematische Tags wie „Wuxia“ und „Espionage“. 

„Heute haben wir einige Änderungen an den offiziellen Store-Tags vorgenommen, die auf Steam verfügbar sind“, erklärte Valve in seiner Ankündigung. Das Unternehmen bestätigte außerdem, dass mehrere Tags im Rahmen umfassenderer Änderungen an der Art und Weise, wie Spiele kategorisiert und über die Such- und Entdeckungssysteme von Steam angezeigt werden, zusammengeführt oder umbenannt wurden.

Valve ändert die Funktionsweise der Steam-Tags

Neben der Änderung bei den NSFW-Tags hat Valve subjektive Tags wie „Meisterwerk“, „Kultklassiker“ und „Gut geschrieben“ entfernt, die das Unternehmen nicht mehr als nützlich für die Kategorisierung erachtet. Zu den weiteren entfernten Tags gehören allgemeine geografische Bezeichnungen wie „Amerika“ und „Ausland“.

Zudem wurden mehrere bestehende Tags umbenannt. Valve bestätigte, dass aus „Clicker“ nun „Incremental“ geworden ist, während „Conversation“ zu „Dialogue Heavy“ aktualisiert wurde. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Änderungen die Konsistenz in den Empfehlungs- und Suchsystemen von Steam verbessern, da der Katalog der Plattform kontinuierlich wächst.

Außerdem gibt es nun ein eigenes Tag „Kult“.

Spieler können nach wie vor eigene Tags hinzufügen, wie sie es schon seit einiger Zeit tun können; ein vorgeschlagenes Tag wird jedoch erst dann in den Store aufgenommen, wenn genügend Nutzer es verwenden (Valve gibt allerdings nicht an, wie viele Nutzer ein Tag verwenden müssen, bevor es akzeptiert wird). Der letzte große Vorstoß für ein neues, von der Community generiertes Tag („FakeOS“) erfolgte Anfang dieses Monats im Rahmen der InterfaceX-Veranstaltung, obwohl dies laut Valves Ankündigung offenbar keine Auswirkungen hatte.

Steam hat bereits zuvor seine Systeme zur Entdeckung und zur Einstufung von Erwachseneninhalten überarbeitet

Valve hat die Suchfunktionen und Metadatensysteme von Steam im Laufe der Jahre wiederholt aktualisiert. Zu den jüngsten Neuerungen zählen erweiterte Barrierefreiheits-Tags, mit denen Spieler nach Funktionen wie gesprochenen Menüs, Untertiteloptionen und der Möglichkeit, überall zu speichern, suchen können. Das Unternehmen hat zudem die Empfehlungssysteme, die Filterung von Bewertungen und die Gestaltung des Storefronts mehrfach überarbeitet, da der Steam-Katalog stetig gewachsen ist.

„HORSES“ war eines der jüngsten Spiele, die aufgrund von NSFW-Inhalten von Steam gesperrt wurden, obwohl GOG sich bereit erklärte, es zu verkaufen.

Änderungen im Zusammenhang mit Erwachseneninhalten sind zudem zu einem zunehmend diskutierten Thema auf der Plattform geworden. Im vergangenen Jahr wurden mehrere Spiele für Erwachsene und mit nicht jugendfreien Inhalten vorübergehend entfernt oder eingeschränkt, nachdem (von Collective Shout ausgelöster) Druck im Zusammenhang mit Zahlungsdienstleistern und den Compliance-Anforderungen der Plattform ausgeübt worden war. Die Situation löste Kritik seitens der Entwickler und Befürworter der Erhaltung des kulturellen Erbes aus, die Bedenken hinsichtlich der Auffindbarkeit, der Zensur und der uneinheitlichen Durchsetzung der Richtlinien für Inhalte für Erwachsene in den verschiedenen digitalen Shops äußerten.



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