Der Schöpfer von „Resident Evil“ schließt sich mit dem Entwickler von „Stellar Blade“ zusammen
- Shift Up übernimmt Unbound und erwirbt damit die vollständigen Eigentums- und Veröffentlichungsrechte für zukünftige Titel.
- Shinji Mikami, der Schöpfer von „Resident Evil“, bringt jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der AAA-Titel in das Studio ein.
- Dieser Schritt signalisiert einen massiven Vorstoß in die globalen Konsolen- und PC-Märkte mit eigenem geistigen Eigentum.
Shift Up hat die vollständige Übernahme von Unbound bestätigt, dem in Tokio ansässigen Studio unter der Leitung von Shinji Mikami. Der Deal umfasst die vollständigen Eigentums- und Veröffentlichungsrechte, wodurch Shift Up die direkte Kontrolle über die kommenden Projekte des Studios für Konsolen und PC erhält.
Shift Up erlangte erstmals 2022 mit „Goddess of Victory: Nikke“ Bekanntheit, bevor es 2024 mit „Stellar Blade“ den Sprung in den Konsolenbereich wagte. Mikami, bekannt für die Regie bei wegweisenden Titeln wie „Resident Evil“, „Resident Evil 4“ und „The Evil Within“, hat den modernen Survival-Horror maßgeblich geprägt.
Hyung-Tae Kim, CEO von Shift Up, erklärte in einer offiziellen Mitteilung: „Ich halte es für äußerst bedeutsam, mit Unbound zusammenzuarbeiten, das ein Weltklasse-Entwicklungsteam unter der Leitung von CEO Shinji Mikami vereint. Diese Übernahme bietet die Gelegenheit, Nutzern weltweit das beste Spielerlebnis zu bieten und die globale Wettbewerbsfähigkeit von Shift Up im Entwicklungsbereich weiter zu festigen.“
Mikami seinerseits sagte: „Ich spüre eine starke Synergie mit CEO Kim, der ebenfalls ein aktiver Entwickler ist, und ich glaube, dass dies eine ideale Partnerschaft ist, die es uns ermöglicht, uns auf die Kreativität zu konzentrieren. Wir werden unser Bestes tun, um unterhaltsame Spiele zu entwickeln, damit beide Unternehmen gemeinsam die Erwartungen unserer Fans erfüllen können.“
Weiter zu:
Eine Traumkombination in der Gaming-Welt
Mikami, der Mann, der der Welt auch „Dino Crisis“ und „Devil May Cry“ bescherte, hat sich seit seinem Weggang von Tango Gameworks im Jahr 2023 bedeckt gehalten. Während frühe Gerüchte darauf hindeuteten, dass er ein kleines Boutique-Studio namens „Kamuy“ gründen würde, stellte sich heraus, dass er weitaus größere Ambitionen hatte. Sein eigentliches Projekt, „Unbound“, wurde heimlich in Tokio vorangetrieben – mit einer klaren Mission: riesige, hochbudgetierte Spiele zu entwickeln, die tatsächlich Spaß machen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat sich Shift Up stetig weiterentwickelt – von mobilen Hits wie „Goddess of Victory: Nikke“ bis hin zu Premium-Konsolenveröffentlichungen wie „Stellar Blade“. Durch die Integration von Unbound verfügt das Unternehmen nun über einen der angesehensten Regisseure der Branche und ein äußerst erfahrenes Team, um seine Expansion auf den globalen Markt voranzutreiben.
Für Mikami bedeutet dies eine Rückkehr in die Oberliga, ohne den unternehmerischen Ballast eines großen westlichen Publishers. Vor dieser Fusion hatte Unbound wie verrückt Personal eingestellt, um ein AAA-Original-IP zu entwickeln, das Mikamis frühere Hits widerspiegeln sollte, bei denen Innovation und Raffinesse im Vordergrund standen. Während Details zu dem, was Unbounds Flaggschiff-Spiel geworden wäre, rar gesät sind, ist bekannt, dass das Studio tatsächlich mehrere Projekte in der Entwicklung hat.
Shift Up treibt „Project Spirits“ voran
Shift Up setzt jedoch nicht nur auf die „Unbound“-Projekte von Mikami. Das Studio treibt gleichzeitig die Produktion von „Project Spirits“ voran – dem ambitionierten Titel, der früher als „Project Witches“ bekannt war. Während „Unbound“ die von Mikami geleiteten Projekte betreut, rekrutiert Shift Up aktiv Entwicklungsmitarbeiter, um „Project Spirits“ in einen plattformübergreifenden Blockbuster zu verwandeln.
Das Spiel wird als Urban-Fantasy-Action-RPG beschrieben, das die Unreal Engine 5 nutzt, um auf PC, Konsolen und Mobilgeräten hochauflösende Grafiken zu liefern. Mit der Umbenennung von „Project Witches“ in „Project Spirits“ signalisiert das Studio eine Verlagerung hin zu einem weitläufigerem, auf Geister ausgerichteten Universum, das den weltweiten Erfolg von „Stellar Blade“ wiederholen soll.

Angesichts der Horror-Action-DNA von „Miami“ und des internen Vorstoßes für „Project Spirits“ scheint Shift Up darauf aus zu sein, jedes Subgenre des Action-Marktes auf einmal zu dominieren.
