Spiele wie „Firewatch“: 15 Abenteuerspiele mit fesselnder Handlung im Jahr 2026
In der heutigen Welt der Triple-A-Blockbuster sind Spiele wie „Firewatch“ eine großartige Alternative für alle, die nicht auf billigen Nervenkitzel aus sind. Und ich verstehe das – manchmal braucht man keine explosiven Actionsequenzen oder weitläufige offene Welten, um Hunderte von Stunden zu verbringen.
Was man wirklich sucht, ist eine sorgfältig ausgearbeitete Geschichte, die einem noch lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleibt. Ein Spiel, in dem jedes Gespräch zählt und die Welt selbst eine fesselnde Geschichte erzählt.
Dieses First-Person-Erkundungsspiel von Campo Santo hat uns gezeigt, wie kraftvoll diese kurzen, intimen Abenteuer sein können. „Firewatch“ erschien 2016 und erhielt für seine herausragende Erzählung und sein visuelles Design sogar BAFTA- Nominierungen und IGF-Auszeichnungen. Wer hätte gedacht, dass eine Geschichte über zwei Menschen, die sich über ein Handfunkgerät unterhalten, so fesselnd sein könnte?
Wenn du dich jedoch in das Geheimnis von „Firewatch“, seine emotionale Tiefe oder seine fesselnde Erkundung verliebt hast, habe ich einige Empfehlungen für dich, die du dir unbedingt ansehen solltest. Jedes Spiel auf dieser Liste bietet etwas anderes – von der Enträtselung von Familiengeheimnissen über die Untersuchung übernatürlicher Vorkommnisse bis hin zu noch gruseligeren Dingen.
Weiter zu:
Unsere Top-Auswahl an Spielen wie „Firewatch“
Bevor wir tiefer in die Details eintauchen, hier sind meine Top-Empfehlungen für unglaubliche, storyorientierte Spiele wie „Firewatch“:
-
Jetzt kaufenWhat Remains of Edith FinchAn atmospheric journey through a tragic family history, told through deeply moving vignettes
-
Jetzt kaufenGone HomeA true masterclass in environmental storytelling and unrelenting intrigue
-
Jetzt kaufenThe Vanishing of Ethan CarterA supernatural investigation with a haunting atmosphere
Natürlich wird ein kurzer Ausschnitt den Geschichten, die diese Spiele erzählen, niemals gerecht, also schauen wir uns diese fantastischen Titel einmal genauer an, die dir denselben emotionalen Kick bieten, für den „Firewatch“ bekannt ist.
Die 15 besten Spiele wie „Firewatch“ für fesselnde Abenteuer
Was „Firewatch“ so besonders machte, war nicht nur der wunderschöne Grafikstil oder das sich immer weiter verdichtende Geheimnis im Kern des Spiels. Es war das Gefühl, das es in uns auslöste – allein und doch verbunden, neugierig und zugleich besorgt, immer darauf bedacht, den nächsten Wendepunkt der Geschichte aufzudecken. Diese 15 Spiele bieten ebenso packende und eindringliche Geschichten, von denen jede ihre ganz eigene Note hat.
1. Was von Edith Finch übrig bleibt

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2017 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, iOS | Giant Sparrow | 2–3 Stunden |
„Was von Edith Finch übrig bleibt“ ist nicht nur eines der heißesten Indie-Spiele auf dem Markt – es ist ein wahres Meisterwerk des interaktiven Geschichtenerzählens. Ähnlich wie „Firewatch“ nutzt es eine abgeschiedene Kulisse, um eine zutiefst persönliche Geschichte zu erzählen, doch statt eines Feuerwachtturms erkundest du hier ein riesiges Familienanwesen voller tragischer Geschichten und versteckter Gänge.
Jeder Raum erzählt die Geschichte vom Tod eines anderen Familienmitglieds, und was dieses Spiel wirklich besonders macht, ist die Art und Weise, wie jede Geschichte einzigartige Spielmechaniken nutzt. In einem Moment steuerst du ein Kind auf einer Schaukel, im nächsten bist du eine Katze, die Vögel jagt, und dann arbeitest du in einer Fischkonservenfabrik. Die Kreativität, die hier zum Ausdruck kommt, musst du selbst erleben.
Und um ehrlich zu sein: Die emotionale Wirkung ist noch stärker als bei „Firewatch“ oder anderen ähnlichen Spielen – und das will schon etwas heißen. Während Henrys Geschichte unsere Herzen berührt hat, wird „Edith Finch“ eure Herzen regelrecht zerbrechen – im positiven Sinne. Die Dialoge sind pointiert, die Sprachausgabe ist hervorragend, und die Art und Weise, wie sich die Geschichten miteinander verflechten, schafft ein einzigartiges Erlebnis.
2. Gone Home

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2017 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, iOS | Fullbright | 2–3 Stunden |
Wenn du ein Fan von erstklassigen Abenteuerspielen bist, bei denen du durch Erkundung eine Geschichte zusammenpuzzeln kannst, wird sich „Gone Home“ wie ein Heimkommen anfühlen (Wortspiel beabsichtigt). Seine Stärke liegt in der einfachen Kunst, eine Geschichte durch kleine Details und gefundene Artefakte oder Erinnerungsstücke zu erzählen.
Du schlüpfst in die Rolle von Katie, einer jungen Frau, die nach einem Jahr im Ausland nach Hause zurückkehrt und das Haus deiner Familie leer vorfindet. Anhand von Notizen, Kassetten und Hinweisen in der Umgebung kannst du aufdecken, was mit deiner Schwester Sam und dem Rest deiner Familie geschehen ist. Die Liebe zum Detail ist unglaublich – jede Schublade, die du öffnest, jede Notiz, die du liest, kann die Karten neu mischen.
Was „Gone Home“ so interessant macht, ist sein Streben nach Authentizität. Das Spiel spielt im Jahr 1995, und alles – von den klassischen „Akte X“-Postern bis hin zur Riot-Grrrl-Musik – fängt die damalige Zeit perfekt ein. Das Rätsel entfaltet sich in deinem eigenen Tempo, und genau wie bei „Firewatch“ hält es dich bis zum allerletzten Moment im Ungewissen.
3. Das Verschwinden von Ethan Carter

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2014 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch | The Astronauts | 5 Stunden |
Wenn euch das Rätsel um „Firewatch“ schon ständig auf Trab gehalten hat, wird euch „Das Verschwinden von Ethan Carter“ nachts den Schlaf rauben. Als Paranormal-Ermittler Paul Prospero müsst ihr das eindringlich schöne Red Creek Valley erkunden, um herauszufinden, was mit einem vermissten Jungen geschehen ist.
Das Spiel fängt genau jenes Gefühl der Isolation ein, das „Firewatch“ so atmosphärisch gemacht hat. Der entscheidende Unterschied? Diesmal ist keine Delilah am anderen Ende des Funkgeräts – du bist völlig allein, nur mit deinen Gedanken und all den dunklen Geheimnissen des Tals. Die Grafik ist jedoch einfach atemberaubend, sodass jedes Panorama einen Screenshot wert ist.
Was dieses Spiel wirklich auszeichnet, ist seine einzigartige Ermittlungsmechanik. Du musst Tatorten mithilfe übernatürlicher Kräfte rekonstruieren und so die tragischen Ereignisse, die sich im Tal zugetragen haben, zusammenfügen. Dabei wird die Intelligenz des Spielers respektiert – man wird beim Enträtseln der Geheimnisse niemals an die Hand genommen.
4. Oxenfree

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2016 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, Mobilgeräte | Night School Studio | 4–5 Stunden |
Als Fan von gruseligen Horrorspielen mit übernatürlichem Touch kann ich „Oxenfree“ gar nicht genug empfehlen. Auch wenn es auf den ersten Blick farbenfroh und unterhaltsam wirkt, ist es alles andere als entspannt und gemütlich. Dieser 2D-Side-Scroller fängt genau dieselbe Atmosphäre aus Geheimnis und Nervenkitzel ein, die „Firewatch“ so fesselnd gemacht hat.
Die Geschichte folgt Alex und ihren Freunden während eines Übernachtungsausflugs nach Edwards Island, der schrecklich schiefgeht. Das Dialogsystem ist das Highlight des Spiels – die Gespräche wirken natürlich und laufen auch während der Erkundung weiter. Es erinnert mich an die Gespräche mit Delilah in „Firewatch“, nur dass es hier nicht nur um Kulisse geht und deine Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben.
Lass dich jedoch nicht von den jugendlichen Protagonisten täuschen. Dieses Spiel behandelt einige schwerwiegende Themen. Die Art und Weise, wie „Oxenfree“ ein Coming-of-Age-Drama mit übernatürlichem Horror verbindet, schafft eine Atmosphäre, die sowohl vertraut als auch zutiefst beunruhigend ist. Übrigens verdient das Sounddesign besondere Erwähnung – du solltest dieses Spiel unbedingt mit Kopfhörern spielen.
5. Life Is Strange

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2015 | PC, PlayStation 3, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox 360, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, Mobilgeräte | Dontnod Entertainment | 14–16 Stunden |
„Life is Strange“ zählt zu den besten Story-Spielen des letzten Jahrzehnts und besticht durch seine enorme emotionale Kraft. Bei meinem ersten Durchspielen war ich nicht auf den recht unschuldigen Anfang mit einem faszinierenden Aufhänger vorbereitet, der sich schnell zu einer der Geschichten entwickelt, die mich wie kein anderes Spiel zuvor erschüttert haben.
Man schlüpft in die Rolle von Max Caulfield, einer Fotografie-Studentin, die entdeckt, dass sie die Zeit zurückspulen kann. Doch dies ist nicht einfach nur eine weitere Zeitreise-Geschichte – es ist eine zutiefst persönliche Erzählung über Freundschaft, das Erwachsenwerden und die Konsequenzen des Versuchs, die Vergangenheit zu verändern. Die Beziehung zwischen Max und ihrer Kindheitsfreundin Chloe ist genauso fesselnd wie das Duo aus Henry und Delilah, wenn nicht sogar noch mehr.
Das Besondere an diesem Spiel ist, wie es seine übernatürlichen Elemente nutzt, um sehr menschliche Themen zu beleuchten. Jede noch so kleine Entscheidung zählt, aber anders als bei „Firewatch“ haben manche Entscheidungen schwerwiegende Folgen, die sich selbst durch das Zurückspulen der Zeit nicht rückgängig machen lassen, wenn man schon zu weit gegangen ist.
6. Journey

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2012 | PC, PlayStation 3, PlayStation 4, PlayStation 5, iOS | Thatgamecompany | 3–4 Stunden |
Für Fans kreativer Einzelspieler-Spiele, bei denen Atmosphäre Vorrang vor Dialogen hat, bietet „Journey“ ein Erlebnis, das sich zwar stark von „Firewatch“ unterscheidet, aber dennoch viele der gleichen emotionalen Akzente setzt. Das mag als Eintrag in dieser Liste zunächst seltsam erscheinen, da „Journey“ völlig ohne Dialoge auskommt, aber bitte habt etwas Geduld.
Genau wie „Firewatch“ basiert „Journey“ auf einem Gefühl der Einsamkeit und des Staunens. Deine Reise durch die Wüste mit ihren sanften Dünen und uralten Ruinen fängt genau jenes Gefühl ein, allein in der Natur zu sein, das die Wildnis von Wyoming in „Firewatch“ so authentisch gemacht hat. Der entscheidende Unterschied? Anstatt dass Delilahs Stimme dir Gesellschaft leistet, triffst du gelegentlich auf einen anderen stillen Reisenden, der sich auf derselben Reise befindet.
Die Art und Weise, wie dieses Spiel seine Geschichte ausschließlich durch atemberaubende Bilder und Musik erzählt, ist schlichtweg meisterhaft. Jeder Einzelbild könnte ein Gemälde sein, und Austin Wintorys für den Grammy nominierter Soundtrack wird dich zweifellos in Ehrfurcht versetzen, bevor du es merkst.
7. Dear Esther: Landmark Edition

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2012 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Mobilgeräte | Das chinesische Zimmer | 2–3 Stunden |
„Dear Esther“ ist das Spiel, das Pionierarbeit im Genre der First-Person-Erkundungsspiele geleistet hat , das später von „Firewatch“ perfektioniert wurde. Es spielt auf einer einsamen Insel der Hebriden und erzählt eine eindringliche Geschichte von Verlust, Trauer und Akzeptanz anhand von Briefausschnitten, die während der Erkundung vorgelesen werden.
Nun mag diese abstrakte Art des Erzählens, gelinde gesagt, unkonventionell wirken, doch es ist dennoch eine unvergessliche Reise. Während „Firewatch“ Sie zu einem klaren Rätsel führt, das es zu lösen gilt, präsentiert „Dear Esther“ seine fesselnde Erzählung in poetischen Fragmenten, die Sie selbst zusammenfügen müssen. Glücklicherweise tragen die wunderschönen, aber düsteren Umgebungen – von windgepeitschten Klippen bis hin zu leuchtenden Höhlen – wesentlich dazu bei, den gesamten Ton zu bestimmen und ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Wenn dir gefallen hat, wie „Firewatch“ dir das Gefühl gegeben hat, aktiv an der Entdeckung der Geschichte beteiligt zu sein, verfolgt „Dear Esther“ einen anderen, aber ebenso wirkungsvollen Ansatz – es führt dich durch eine atmosphärische Reise, indem es ein wunderschönes Gedicht Vers für Vers enthüllt.
8. The Long Dark: Survival Edition

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2017 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch | Hinterland Studio | 20–25 Stunden |
Wenn dich eine abgeschiedene Wildnis fasziniert, greift „The Long Dar k “ dieses Konzept auf und ergänzt es um intensive Überlebensmechaniken. „Firewatch“ scheut sich nicht, dir die Schönheit und die möglichen Gefahren der freien Natur zu zeigen, doch hier ist die Natur selbst deine größte Bedrohung.
Der Story-Modus namens „Wintermute“ folgt einem Buschpiloten, der nach einer mysteriösen geomagnetischen Katastrophe in der kanadischen Wildnis ums Überleben kämpft. Zwar gibt es keine Delilah, mit der man plaudern kann, doch das Storytelling durch die Umgebung ist einfach erstklassig. Jedes verlassene Gebäude, jede gefundene Notiz trägt zur Geschichte der Menschen bei, die hier vor der Katastrophe gelebt haben.
Der minimalistische Grafikstil des Spiels ist zwar nicht gerade Picasso, aber die grandiosen Umgebungen und Ausblicke machen es zweifellos zu einem der visuell markantesten Survival-Spiele auf dem Markt. Auch das Sounddesign verdient großes Lob, denn das Knirschen des Schnees unter den Füßen und das Heulen der Wölfe in der Ferne sorgen für ein unvergleichliches Eintauchen in die Spielwelt.
9. Alle sind in den Himmel aufgestiegen

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2015 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, Mobilgeräte | Das chinesische Zimmer | 4–5 Stunden |
Während „Firewatch“ dich in der Wildnis isoliert, versetzt dich „Everybody’s Gone to the Rapture“ in ein verlassenes englisches Dorf, in dem das Rätsel nicht nur darin besteht, was passiert ist, sondern auch, was mit allen Bewohnern geschehen ist. Und wie viele großartige Indie-Spiele beweist es, dass auch ein kleiner Rahmen eine gewaltige Geschichte erzählen kann.
Das Spiel besticht vor allem durch seine Liebe zum Detail in der Spielwelt. Jedes Haus, jeder Garten, jede Kneipe erzählt eine Geschichte über die Menschen, die dort gelebt haben. Mit Hilfe der schwebenden Lichtkugeln, die Gespräche aus der Zeit vor dem mysteriösen Ereignis wiedergeben, das das Dorf leer zurückließ, setzt du das Leben der Dorfbewohner Stück für Stück zusammen.
Die Orchestermusik von Jessica Curry ist einfach atemberaubend und füllt die Leere, die das einst pulsierende Dorfleben hinterlassen hat. Wenn dir gefallen hat, wie „Firewatch“ sein Geheimnis durch das Erzählen von Geschichten über die Umgebung aufgebaut hat, wird dir sicherlich gefallen, wie dieses leichte Horrorspiel nach und nach seine Geheimnisse enthüllt.
10. Der Zeuge

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2016 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, iOS | Thekla, Inc. | 17–18 Stunden |
„The Witness“ mag für „Firewatch“-Fans zunächst wie eine seltsame Empfehlung erscheinen. Aber hört mir zu: Beide Spiele zeichnen sich durch einen tiefen Respekt vor der Intelligenz der Spieler und der Freude am eigenständigen Entdecken aus. Auf diese Weise wird die geheimnisvolle Insel von „The Witness“ – genau wie der Feuerwachtturm – zu einer eigenständigen Figur.
Was dieses Spiel auszeichnet, ist die Art und Weise, wie es dir durch Erkundung und Beobachtung seine Sprache beibringt. Es gibt kein Tutorial, keine Anleitungen. „The Witness“ vertraut darauf, dass du seine zunehmend komplexen Rätselmechaniken mit einer sehr natürlichen Schwierigkeitskurve verstehst.
Die künstlerische Gestaltung ist wunderschön und intuitiv, wobei jeder Bereich der Insel seine eigene unverwechselbare visuelle Identität aufweist. Zwar gibt es keine direkte Erzählung wie in „Firewatch“, doch das Storytelling durch die Umgebung ist reich an philosophischen Untertönen, die dich nicht nur im Spiel zum Nachdenken anregen werden.
11. Soma

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2015 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S | Frictional Games | 9–11 Stunden |
Für alle, die es geliebt haben, wie „Firewatch“ einen dazu gebracht hat, die eigenen Wahrnehmungen zu hinterfragen, führt „Soma“ dieses Konzept in faszinierende neue Tiefen – im wahrsten Sinne des Wortes. Als eines der besten Horrorspiele des letzten Jahrzehnts verbindet es psychologischen Horror mit tiefgründigen philosophischen Fragen zu Bewusstsein, Identität und dem, was es bedeutet, Mensch zu sein.
In dieser verfallenden Unterwasseranlage wirst du aufdecken, was mit ihren Bewohnern geschehen ist, während du dich mit existenziellen Fragen auseinandersetzt, die dich noch lange nach Beendigung des Spiels beschäftigen werden. Die Geschichte ist ziemlich schwer verdaulich und es steht viel mehr auf dem Spiel – erwartet also keinen Spaziergang im Park. Besonders hervorzuheben ist das Sounddesign: Das Knarren und Ächzen der Unterwasserstation schafft eine Atmosphäre ständiger Anspannung.
Was das Gameplay angeht, enthält „Soma“ – wie von den Machern des von Kritikern gefeierten „Amnesia: The Dark Descent“ zu erwarten – auch blutgefrierende Stealth-Abschnitte. Obwohl es offensichtlich gruseliger ist als „Firewatch“, teilen beide Spiele das Bekenntnis zu einer methodischen und ausgereiften Erzählweise, die bei vielen Spielekenner*innen Anklang gefunden hat.
12. Die Rückkehr der Obra Dinn

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2018 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch | Lucas Pope | 8–9 Stunden |
Hat es dir Spaß gemacht, in „Firewatch“ in die Rolle eines Detektivs zu schlüpfen? Dann könnte „Die Rückkehr der Obra Dinn“ genau das Richtige für dich sein. In diesem einzigartigen Abenteuerspiel schlüpfst du in die Rolle eines Versicherungsermittlers, der herausfinden muss, was mit der Besatzung eines mysteriösen Handelsschiffs geschehen ist.
Ja, die charakteristische 1-Bit-Grafik des Spiels mag weit entfernt von der farbenfrohen Wildnis in „Firewatch“ erscheinen, doch dieses faszinierende Rätselspiel hat seinen ganz eigenen Charme, sobald man sich darauf einlässt. Mit Hilfe einer magischen Taschenuhr wirst du eingefrorene Momente des Todes miterleben und mithilfe von Logik und Schlussfolgerungen das Schicksal jedes einzelnen Besatzungsmitglieds ergründen.
Am besten gefällt mir an dem Spiel, dass man sich wie ein echter Detektiv fühlt. Es gibt keine Hinweise, und man muss sich Notizen machen, Zusammenhänge herstellen und jedes Detail sorgfältig durchdenken. Es überrascht nicht, dass die Befriedigung, jedes Rätsel zu lösen, nahezu unübertroffen ist.
13. Kentucky Route Zero

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2020 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, Mobilgeräte | Pappcomputer | 9–10 Stunden |
„Kentucky Route Zero“ spielt ebenso wie „Firewatch“ in den USA, schlägt jedoch eine unerwartete Wendung ein und führt auf eine unheimliche Autobahn, die irgendwo zwischen Realität und Traum liegt. Es ist eines der am meisten übersehenen Story-Spiele des letzten Jahrzehnts und erzählt eine Geschichte, die zugleich vertraut und wunderbar seltsam ist.
Du begleitest den Lieferfahrer Conway und eine bunte Truppe von Charakteren und erkundest dabei eine Version von Kentucky, die, offen gesagt, surreal ist. Der einzigartige Grafikstil und die theatralische Inszenierung des Spiels schaffen eine Atmosphäre, die ich nirgendwo sonst gefunden habe. Dennoch fängt es genau jenes Gefühl des Geheimnisvollen ein, das Henrys Zeit im Wald so fesselnd machte.
Was dieses Spiel wirklich auszeichnet, ist sein Drehbuch. Die Dialoge sind poetisch, ja sogar tiefgründig, und thematisieren Themen wie Verschuldung, Kunst und den Verfall des ländlichen Amerikas. Obwohl es weitaus abstrakter ist als „Firewatch“, konzentrieren sich beide Spiele auf die tiefgründige Botschaft über die menschliche Natur und den Verlust.
14. Outer Wilds

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2019 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch | Mobius Digital | 18–19 Stunden |
Lassen Sie sich nicht von der kosmischen Kulisse täuschen – „Outer Wilds“ hat mehr mit „Firewatch“ gemeinsam, als Sie vielleicht denken. Als eines der wohl besten Weltraumspiele aller Zeiten verbindet es meisterhaft Erkundung und Erzählkunst auf eine Weise, die bisher nur wenige ähnliche Spiele erreicht haben.
Du bist ein Astronaut, der ein Miniatur-Sonnensystem erkundet, das in einer 22-minütigen Zeitschleife gefangen ist. Ähnlich wie bei „Firewatch“ liegt der Reiz darin, nach und nach die Wahrheit hinter dem Unbekannten aufzudecken, doch hier ist der Maßstab kosmisch statt rein persönlich. Jede Entdeckung fühlt sich verdient an und jede Enthüllung – bedeutungsvoller.
Das wie ein Uhrwerk funktionierende Sonnensystem des Spiels ist ein wahres Meisterwerk des Designs, wobei jeder Planet seine eigenen Geheimnisse und Geschichten verbirgt. Zwar wirst du keinen Kollegen finden, der über ein Handfunkgerät quasselt, doch triffst du auf andere Reisende im Sonnensystem, die dir helfen werden, das große Rätsel im Herzen dieses Mini-Universums zu entschlüsseln.
15. Eine kurze Wanderung

| Erscheinungsjahr | Plattformen | Entwickler | Durchschnittliche Spielzeit |
| 2019 | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch | Adam Robinson-Yu | 2 Stunden |
„A Short Hike“ mag mit seinem niedlichen Low-Poly-Stil auf den ersten Blick harmlos kindlich wirken, doch dieses Spiel versteht die einfache und unverfälschte Freude daran, die Natur in einer ruhigen und entspannten Umgebung zu erkunden. Als Claire, ein junger Vogel, der versucht, den Gipfel eines Berges zu erreichen, wirst du entdecken, dass der Weg wichtiger ist als das Ziel.
Zwar gibt es hier kein Rätsel zu lösen, doch das Spiel fängt genau jenes Gefühl friedlicher Einsamkeit ein, das die stillen Momente in „Firewatch“ so heiter gemacht hat. Unterwegs triffst du außerdem auf charmante und gut ausgearbeitete Charaktere, von denen jeder seine eigene kleine Geschichte zu erzählen hat.
Schon allein die Bewegungsfreiheit – gleiten, klettern und schweben – macht das Erkunden zu einem Vergnügen. Das Beste daran ist, dass das Spiel deine Zeit respektiert und dir erlaubt, dein eigenes Tempo zu bestimmen, was ein bemerkenswert angenehmes Erlebnis schafft, das es dennoch schafft, eine berührende Geschichte zu erzählen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Stunden dauert „Firewatch“?
Die Geschichte von „Firewatch“ lässt sich in 4 bis 6 Stunden durchspielen. Das Spiel ist so konzipiert, dass es in ein oder zwei Sitzungen durchgespielt werden kann, was es perfekt für einen Durchgang am Wochenende macht.
Gibt es bei „Firewatch“ verschiedene Enden?
Nein, „Firewatch“ hat ein Hauptende. Deine Dialogentscheidungen im Gespräch mit Delilah beeinflussen jedoch den emotionalen Ton eures abschließenden Gesprächs und eurer Beziehung.
Basiert „Firewatch“ auf einer wahren Begebenheit?
Nein, aber es ist von echten Feuerwachttürmen in Wyoming inspiriert. Die Entwickler haben sich mit ehemaligen Feuerwächtern beraten, um ein authentisches Erlebnis zu schaffen.