„Albion Online“ kommt endlich auf die Xbox – mit vollständigem Crossplay und ohne Ausreden
- Das kostenlose MMO erscheint im April auf der Xbox Series X und S
- Vollständiges Crossplay und gemeinsamer Spielfortschritt auf allen Plattformen bestätigt
- Die Konsolenversion wurde mit Controller-Unterstützung und einer überarbeiteten Benutzeroberfläche neu entwickelt
Nach fast einem Jahrzehnt, in dem „Albion Online“ auf PC und Mobilgeräten seine Blütezeit erlebte, schafft das Spiel am 21. April endlich den Sprung auf die Xbox Series X und S. Entwickler Sandbox Interactive bestätigte das lang erwartete Konsolendebüt und bringt damit sein Sandbox-MMORPG einem ganz neuen Publikum näher, ohne die Spielerbasis zu spalten oder Abstriche zu machen.
Die Xbox-Version wurde vollständig optimiert und verfügt nun über eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, auf den Controller abgestimmte Kampfanpassungen sowie aktualisierte Navigationssysteme, die speziell für das Konsolenspiel entwickelt wurden. Spieler können bei Bedarf auch Tastatur und Maus anschließen – denn warum sollte man die Dinge nicht flexibel halten?
Der große Clou dabei ist das nahtlose Crossplay. Alle spielen auf denselben Servern und nutzen dieselben Konten, was bedeutet, dass der Spielfortschritt plattformübergreifend nahtlos übertragen wird. Wie es in der Ankündigung heißt, können Spieler auf der Xbox einsteigen, ohne etwas zu verlieren, und ihre Reise dort fortsetzen, wo immer sie möchten.
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Die Spieler sind voll und ganz bei Albion dabei
Im Vergleich zu Schwergewichten wie „Final Fantasy XIV“ oder „The Elder Scrolls Online“ wirkt „Albion Online“ fast schon rebellisch. Diese Spiele setzen auf filmreife Erzählungen, einen vorgezeichneten Spielverlauf und sorgfältig strukturierte Inhalte. „Albion“ hingegen wirft die Spieler in eine Sandbox und sagt im Grunde: „Viel Glück!“
Dieser Unterschied ist gleichzeitig seine größte Stärke und sein größtes Risiko. Albions spielergesteuerte Wirtschaft und das Full-Loot-PvP erzeugen Spannungen, die die meisten modernen MMOs vermeiden. Der Verlust von Ausrüstung hat tatsächlich Konsequenzen, und bei Territorialkriegen steht wirklich etwas auf dem Spiel. Vom Geist her ist es eher mit älteren Sandbox-Titeln verwandt als mit den heutigen, stärker kuratierten Spielerlebnissen.
Interessanterweise taucht genau diese Sandbox-Energie auch anderswo auf. „Masters of Albion“, das kommende Projekt von Peter Molyneux, setzt ebenfalls auf Spielerfreiheit und die Gestaltung der Welt – derzeit läuft dort eine geschlossene Beta. Zwar verbindet es God-Game-Elemente mit Städtebau und Action, teilt aber dieselbe Kernidee: den Spielern die Kontrolle zu geben und die Systeme für sich sprechen zu lassen. „Albion Online“ setzt dies lediglich in einem weitaus stärker PvP-orientierten, wirtschaftslastigen Umfeld um.
Ein echtes plattformübergreifendes MMO kommt auf die Konsole
Die Ankunft von „Albion Online“ auf der Xbox fühlt sich wie ein seltener Erfolg für MMORPG-Fans an, die fragmentierte Communities satt haben. Anstatt ein separates Konsolen-Ökosystem aufzubauen, hält Sandbox Interactive alles einheitlich. Xbox-Spieler werden genau dieselbe Welt betreten wie PC- und Mobilgeräte-Nutzer, ohne künstliche Barrieren oder isolierte Server.
Dieser Ansatz ist wichtiger, als es zunächst klingt: Viele MMOs haben nach wie vor Probleme mit Crossplay oder vermeiden es gänzlich, doch „Albion Online“ setzt voll darauf. Dank des gemeinsamen Spielfortschritts wechseln Ausrüstung, Charaktere und Spielfortschritt mit dem Spieler und nicht mit der Plattform, was den Wechsel zwischen verschiedenen Geräten erleichtert, ohne dass der Spielfluss unterbrochen wird.
Der Zeitpunkt fällt zudem mit dem „Radiant Wilds“-Update zusammen, das dem Spiel nur wenige Tage vor dem Start auf der Xbox eine visuelle Überarbeitung und Leistungsverbesserungen beschert. Das bedeutet, dass neue Spieler in eine Version des Spiels einsteigen, die den aktuellen Stand widerspiegelt – und nicht den früheren. Für einen Titel, der vom spielergetriebenen Chaos lebt, könnte dieser Neuanfang genau das sein, was er braucht.


