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Claudia Cayama
Claudia Cayama Contributing Writer | Love for Lore and World-Building
Faktencheck von: Vita Stevens
Aktualisiert: September 11, 2026
Rezension zu „Silent Hill f“: Ein Albtraum im Japan der 1960er Jahre
Image credit: Eneba Hub

In dieser Rezension zu „Silent Hill f“ tauchst du in eine düstere, beunruhigende Vision des ländlichen Japans der 1960er Jahre ein, in der sich der bekannte Survival-Horror in einen psychologischen Albtraum verwandelt, der noch lange nach dem Ausschalten des Spiels nachhallt.

Falls du dich schon einmal gefragt hast, wer „Silent Hill“ entwickelt hat: Die Antwort variiert je nach Teil, aber „Silent Hill f“ wurde von NeoBards Entertainment entwickelt und von Konami veröffentlicht.

Dieses Spiel lebt voll und ganz von Spannung und Angst und lässt jede nebelverhangene Straße und jedes verlassene Haus vor stiller, schleichender Bedrohung pulsieren. Die Geschichte fesselt dich vom ersten Moment an und verwebt mysteriöse Charaktere, dunkle Geheimnisse und eindringliche Bilder zu einer Erzählung, die dir unter die Haut geht.

Doch nicht alles ist perfekt gelungen. Die Kämpfe wirken manchmal holprig und polarisierend und stehen oft im Widerspruch zum ansonsten straffen Tempo und der immersiven Welt. Dennoch sind der Ehrgeiz und die gewagte Abkehr von klassischen westlichen Horror-Settings in „Silent Hill f“ ein Erlebnis wert für Fans, die sich nach einer neuen Art von Angst sehnen.

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TL;DR – „Silent Hill f“-Rezension im Überblick

Kernmerkmale des GameplaysPsychologischer Survival-Horror mit Schwerpunkt auf Erkundung, Umgebungsrätseln, ausschließlich Nahkampf sowie erzählgetriebener Spannung, angesiedelt im ländlichen Japan der 1960er Jahre.
Wichtigste NeuerungenEin markantes japanisches Setting, eine vielschichtige Geschichte von Ryukishi07, ein eindrucksvolles Kreaturendesign, symbolische Horror-Themen und Akira Yamaokas atmosphärische Musik.
HauptkritikpunkteUmständlicher und umstrittener Nahkampf, ungleichmäßiges Spieltempo, gelegentliche Leistungsschwankungen und uneinheitliche Schwierigkeitsgrade bei den Rätseln.
Eindeutiges FazitEin eindringlicher, storyreicher „Silent Hill“-Teil, der in Sachen Stimmung und Erzählung überzeugt, aber an der Spielmechanik scheitert. Für Horrorfans, denen Atmosphäre wichtiger ist als ausgefeilte Kämpfe, auf jeden Fall spielenswert.

Silent Hill f: Überleben in Nebel und Angst

Nebelmonster hinter

In meiner Rezension zu „Silent Hill f“ sind die Atmosphäre und die Geschichte das eigentliche Highlight, auch wenn die Kämpfe gelegentlich die Geduld auf die Probe stellen. Der Kern des Spielablaufs ist klassisch, aber spannend – man erkundet nebelverhangene Straßen, löst vielschichtige Umgebungsrätsel, übersteht brutale Kampfbegegnungen und entwirrt eine Geschichte, die umso düsterer wird, je tiefer man in sie eintaucht.

Falls du dich fragst, wie lang „Silent Hill f“ ist: Ein erster Durchgang dauert in der Regel bis zu 15 Stunden, je nach deinem Tempo beim Lösen der Rätsel und deinen Erkundungsgewohnheiten. Spieler, die alle Enden sammeln wollen, können mit eher 20 Stunden rechnen.

Erhältlich für PC, PS5 und Xbox Series X/S, ist das Spiel nicht für Gelegenheitsspieler gedacht, die nur auf Schreckmomente aus sind. Es richtet sich an Spieler, die sich für langsam aufbauende Angst und psychologische Spannung begeistern.

„Silent Hill f“ bietet ein eindringliches Survival-Horror-Erlebnis, das zwar in mechanischer Hinsicht Schwächen aufweist, aber dort glänzt, wo es am wichtigsten ist – bei der Atmosphäre, der Geschichte und der emotionalen Tiefe.

Eine mutige neue Richtung für „Silent Hill“

Um ehrlich zu sein: Dieses Spiel ist wahnsinnig brillant. Die Geschichte fesselt einen mit psychologischer Spannung, doch die Kämpfe wirken manchmal wie eine hartnäckige Mauer, die das Eintauchen in die Spielwelt verhindert. Dieser Widerspruch begleitete mich durch die Stadt Ebisugaoka, besonders während ich beobachtete, wie sich Hinako Shimizus Geschichte langsam entfaltete – Notizbuch in der Hand –, als würde die Stadt selbst sie stillschweigend verurteilen.

Jede Begegnung und jedes Detail – von kryptischen Notizen über beunruhigende Schaufensterpuppen bis hin zu plötzlichen Verschiebungen der Realität – hält einen im Ungewissen. Die Erkundung bleibt spannend und unvorhersehbar, wobei die Gefahr nie weit entfernt ist.

im Wald

Ryukishi07, der Schöpfer von „When They Cry“, liefert eine Geschichte, die eindringlich und zutiefst verdreht ist. Die Angst entsteht nicht nur durch Monster. Es sind sozialer Druck, Scham und Isolation, die sich zu etwas Monströsem verdichten. Diese Ebene trifft einen härter als jeder Jump-Scare. Und Akira Yamaokas Soundtrack untermalt die Atmosphäre perfekt und webt Spannung in jeden einzelnen Moment ein.

Etwas, das ich in meiner Rezension zu „Silent Hill f“ hervorheben möchte, ist, dass dieses Spiel nicht darauf ausgelegt ist, jedem zu gefallen. Die Höhepunkte sind atemberaubend, mit Momenten der Offenbarung, die mich tagelang nicht losgelassen haben. Die Tiefpunkte können den Zauber jedoch brechen. Wenn man bereit ist, diese Spannung anzunehmen, gehört „Silent Hill f“ zu den einprägsamsten „Silent Hill“-Spielen, die man spielen kann – nicht, weil es makellos ist, sondern weil es es wagt, einen zu verunsichern.

Das Leben in der unbehaglichen Stille

Eine Figur aus nächster Nähe

Von dem Moment an, als ich Hinakos Tagebuch in die Hand nahm, hatte ich das Gefühl, die Welt durch ihre Augen zu sehen – zerbrechlich, aufmerksam und zunehmend von Albträumen geplagt.

Das Tagebuch dient als Fenster zu ihren Gedanken, Ängsten und der schleichenden Paranoia, die jeden Schritt durch Ebisugaoka prägt. Beim Spaziergang durch die nebelverhangenen Straßen, vorbei an verfallenen Schreinen und endlosen Reisfeldern, spürte ich, wie die Isolation der Stadt auf mir lastete – ein ländliches Japan, das zugleich wunderschön und furchterregend ist. Mehr über die Vision des Teams erfahrt ihr unter „Silent Hill f creators“.

Das Spiel scheut sich nicht vor düsteren Themen. Frauenfeindlichkeit, Traumata und die unruhige Verwirrung der Pubertät sind untrennbar mit Hinakos Reise verbunden und verleihen dem Horror eine zutiefst persönliche, fast erdrückende Schwere.

Symbole sind überall in der Umgebung zu finden – seltsame Puppen, blutbefleckte Zettel und verzerrte Spiegelbilder –, und jede Entdeckung wirkt wie ein Rätsel und eine Warnung.

Bildsprache, Sound und Gänsehautmomente, die einen nicht mehr loslassen

„Silent Hill f“ ist unmöglich zu vergessen. Der Nebel wirkt lebendig, wickelt sich um Straßen und Gassen, verschluckt Geräusche und verwandelt jede vertraute Ecke in etwas, dem ich nicht ganz trauen wagte. 

In den engen Gassen der Stadt, zwischen verwitterten Holz- und Steingebäuden, Torii-Toren und schleichender roter Flora, befand ich mich hin- und hergerissen zwischen Ehrfurcht und Unbehagen – schön, ja, aber auf eine Weise verfallen, die mich fragen ließ, welche Schrecken sich wohl gerade außerhalb meines Blickfelds verbergen.

Monster

Die Monster fühlen sich unverkennbar nach „Silent Hill“ an. Die Serie behandelt Kreaturen seit jeher als psychologische Projektionen, und diese Philosophie ist auch hier intakt. Verzerrte Silhouetten und steife, bedächtige Bewegungen deuten auf verkörperte Verdrängung hin. Der Horror ist zurückhaltend, symbolisch und zutiefst beabsichtigt – beunruhigend, weil er eine Bedeutung hat.

Akira Yamaokas Soundtrack ist eine Meisterklasse in Sachen Unbehagen. Ambient-Drones, Anklänge traditioneller japanischer Instrumente und industrielle Flüstern begleiten nicht nur die Bilder, sondern spielen auch mit den Nerven des Spielers; sie schwellen an und klingen ab – so präzise, dass die Stille selbst erschreckend wird.

Der Nebel, die Beleuchtung, das Kreaturendesign und die Musik prägen gemeinsam die Atmosphäre. „Silent Hill f“ erweist sich als fesselndes Horrorspiel, bei dem man das Gefühl hat, die Welt um einen herum würde einen beobachten, atmen und abwarten.

Kampf & Gameplay: Ein Kampf, den man liebt und hasst

Ich sage es ganz offen: Die Kämpfe in „Silent Hill fsind der Teil des Spielerlebnisses, der die Meinungen am stärksten spaltet … und das ist keine Übertreibung. Jedes Mal, wenn ich das Spiel erwähnte, war das das Erste, wovor mich andere warnten.

Dies ist eine Welt, in der ausschließlich Nahkampf herrscht. Du schlägst zu, weichst aus und siehst zu, wie deine Ressourcen schwinden, während sich die Waffen mitten im Kampf abnutzen. Das System ist darauf ausgelegt, jeden Kampf dringlich und prekär wirken zu lassen, doch oft fühlt es sich an, als würde man durch Treibsand waten – jeder Schlag ist schwer, jeder Moment auf unangenehme Weise angespannt.

im Sumpf

Das System kann einen ungeschützt zurücklassen, wobei ungünstige Timings und unzuverlässiges Treffer-Feedback den Rhythmus stören und manchmal das Eintauchen in die Spielwelt zunichte machen. Als ich mir andere Kritiken zu „Silent Hill 2“ ansah, schienen die Reaktionen ähnlich gespalten zu sein – das Spiel wird für seine Erzählung und Atmosphäre gelobt, für seine Kämpfe und sein Tempo jedoch kritisiert.

Einmal habe ich sogar aus purer Frustration aufgehört. Was schließlich half, war, das Tempo zu drosseln – jeden Kampf wie eine Übung in Distanzierung zu behandeln. Sobald ich den Kampf mit Zurückhaltung statt mit Panik angegangen bin, hat sich das System geöffnet, und ich habe gelernt, mich darauf einzustellen.

Die Wahrheit? Die Kämpfe können zwar in kurzen Momenten für Nervenkitzel sorgen, stören aber häufiger das Tempo und die Spannung. Für Spieler, die sich von der Geschichte und der Atmosphäre angezogen fühlen, ist das ein Glücksspiel – genau die Spielmechaniken, die eigentlich die Angst steigern sollen, könnten dazu führen, dass man das Spiel einfach beiseite legt.

Ebisugaoka erkunden: Neugier vor Klarheit

Figuren, die sich umarmen

Die Erkundung von Silent Hill fühlte sich an wie ein Spaziergang durch einen nur noch vage in Erinnerung gebliebenen Traum. Straßen schlängeln sich im Kreis, Wege verengen sich ohne Vorwarnung, und gerade als ich dachte, ich hätte den Grundriss verstanden, lenkte mich die Stadt auf subtile Weise in eine andere Richtung. Sie ist weder weitläufig noch wirklich offen, doch ich schaute immer wieder in Nebenräume hinein und verweilte in leeren Gebäuden, weil ich das Gefühl hatte, die Welt würde etwas verbergen, das gerade außer Reichweite lag.

Die Rätsel schwanken zwischen trügerischer Einfachheit und stiller Grausamkeit. In einem Moment ordnete ich Symbole zu, ohne ins Schwitzen zu geraten; im nächsten starrte ich auf Hinweise in der Umgebung und war überzeugt, etwas Offensichtliches übersehen zu haben.

Zeitschriftenansicht

Ich blätterte immer wieder in Hinakos Tagebuch zurück und las Einträge erneut, als würden sie Geheimnisse zwischen den Zeilen verbergen – so wirkte „Silent Hill f“ wie ein meisterhaftes Rätselspiel, das auf Schritt und Tritt mit deinem Verstand spielt.

Dieses Tagebuch ist kein Lückenfüller, es war mein Anker. Es sammelt Fragmente der Geschichte und verwandelt Verwirrung in Sinn. Und da am Rande der Erzählung mehrere Enden auf mich warteten, spürte ich, wie das Spiel mich herausforderte, zurückzukehren, genauer hinzuschauen und zu verstehen, was ich vielleicht übersehen hatte.

Der Ryukishi07-Faktor: Warum sich die Geschichte anders anfühlt

Für mich war das Erste, was dieses Spiel besonders machte, der Name Ryukishi07 – der Schöpfer hinter „Higurashi: When They Cry“ und „Umineko“.

Diese Werke sind dafür bekannt, den Spieler tief in Geheimnisse, Mehrdeutigkeiten und psychologische Verwicklungen hineinzuziehen, und genau diese Atmosphäre überträgt sich auch auf dieses „Silent Hill“ – ein Spiel, das einen Platz auf der Liste verdient, wenn man die „Silent Hill“-Spiele der Reihe nach erkundet.

Fuchsarm

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie vielschichtig sich die Erzählung anfühlt. Zunächst verschwimmen die übernatürlichen und psychologischen Elemente miteinander – so, als würde man eine Flasche mit Öl und Essig schütteln. Doch je weiter man voranschreitet, desto mehr trennen sich diese Schichten voneinander und enthüllen verborgene Bedeutungen. 

Diese Metapher mit dem Salatdressing, die Ryukishi07 verwendet hat, ist mir tatsächlich im Gedächtnis geblieben – die Geschichte fühlt sich eher wie etwas an, das man langsam entschlüsselt, als wie etwas, das einem einfach so serviert wird.

Während ich das Spiel durchspielte, blätterte ich immer wieder zu früheren Hinweisen zurück und fragte mich, welchen Stimmen ich vertrauen konnte und welche Geheimnisse sich gerade außerhalb meines Blickfelds verbargen. Es ist eine subtile Kunst, wie das Spiel die Dringlichkeit zunächst mildert und einen dann zur Selbstreflexion anregt – und genau das ist typisches Ryukishi07-Territorium. Hier geht es um psychologische Tiefe statt billiger Schockeffekte.

Wunderschön beunruhigend, frustrierend unvollkommen – und trotzdem lohnenswert

Enebameter 8/10

Ich glaube, ich habe in meiner Rezension zu „Silent Hill f“ ziemlich deutlich gemacht, dass dieser Titel ein Widerspruch ist, den ich nicht loswerden konnte. Er hat mich frustriert, ausgebremst, mich sogar einmal dazu gebracht, aufzuhören … und doch musste ich immer wieder daran denken. Das sagt schon alles.

Die Geschichte hat sich noch lange, nachdem ich den Controller beiseitegelegt hatte, in meine Gedanken eingegraben. Die ländliche Kulisse der 1960er Jahre, der symbolische Horror und Ryukishi07s vielschichtige Erzählweise verleihen dem Spiel ein narratives Gewicht, wie es die Serie seit Jahren nicht mehr hatte. 

Auf dem PC war die Leistung bei mir größtenteils stabil, auch wenn gelegentliche Ruckler während der Kämpfe einem ohnehin schon umstrittenen System nicht gerade zuträglich waren. Die Konsolenversion wirkt etwas konsistenter, doch keine der beiden Versionen gleicht die mechanischen Ecken und Kanten vollständig aus.

Selbst wenn man der Meinung ist, dass psychologischer Horror ein überstrapaziertes Genre ist, wirkt dieses Spiel wie ein Meisterwerk – durchdacht, intim, fast schon literarisch. Das allein macht es zu einem fesselnden Survival-Horror-Spiel, das es wert ist, erlebt zu werden.

VorteileNachteile
✅Fesselnde, vielschichtige Geschichte

✅Beeindruckende künstlerische Gestaltung

✅Die Musik von Akira Yamaoka
❌Umständliche Nahkämpfe

❌Uneinheitliches Spieltempo

❌Inkonsistenz bei den Rätseln

Ideal für: Spieler, denen Atmosphäre und Erzählung wichtiger sind als Action.

Weniger geeignet für: Alle, die straffe, reaktionsschnelle Kämpfe brauchen, um bei der Stange zu bleiben.

★ Oppressive Atmosphere Done Right
Silent Hill f

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Claudia Cayama

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